Corinna Cremer 
Konfliktberatung und Mediation

Konflikte lösen und wieder gut leben.

Blog

Wenn Sie sich als Eltern trennen. Wie Sie Spannungen und Streit vermeiden.

Gepostet am 4. April 2019 um 10:00 Comments Kommentare (0)

Annalena und Max sind seit 10 Jahren verheiratet. Sie haben zwei Kinder, Felix und Marie. Nach der Geburt von Marie hat Annalena beschlossen erst einmal zuhause zu bleiben. Max arbeitet in einem großen Automobilkonzern, und sein Beruf ist für ihn sehr wichtig. Felix liebt es, wenn Papa mit ihm am Wochenende Fußball spielt. Felix ist jetzt 8 und Maire 6 Jahre alt. In den letzten Jahren ist die Beziehung zwischen Annalena und Max deutlich abgekühlt. Das tägliche Leben (Arbeit, Haushalt, Kinder, Probleme, Geldsorgen,..) haben die kleine Familie zermürbt. Am Wochenende wollten Annalena und Felix ihre freie Zeit genießen und keine Probleme wälzen. Doch kam es immer öfter zu Spannungen, Vorwürfen, Unverständnis und Streit. Am Ende hatten beide so viele schlechte Gefühle im Bauch, dass sie beschlossen sich zu trennen. Felix und Marie standen mit  großen Augen im Türrahmen und hatten große Angst. Trotz ihres Schmerzes über die gescheiterte Beziehung waren sich Annalena und Max einig. Sie wollten nicht, dass ihre Kinder unter der Trennung leiden. Ihre Trennung, ist ihre Trennung als Paar. Nicht die Trennung der Familie. Papa bleibt Papa und Mama bleibt Mama. Sie wollten ihre Probleme und ihren Schmerz nicht auf die Kinder ausweiten. So beschlossen sie: Immer wenn wir uns schlecht fühlen, weil wir als Paar auseinander gehen, erinnern wir uns daran, dass nur wir beide auseinander gehen und ziehen unsere Kinder nicht mit in unseren Schmerz hinein. Wir trennen ganz bewusst die Paar-Ebene und die Familien-Ebene. Wenn Annalena heute traurig ist, weil ihre Beziehung zu Max gescheitert ist und sie Wut auf Max spürt, denkt sie daran, dass dies nichts mit den Kindern zu tun hat. Wenn Max heute auf Annalena wütend ist, denkt er daran, dass dies nichts mit Felix und Marie zu tun hat, sondern nur mit  Annalena und ihm. Er bleibt immer Papa. 

Wenn Sie bei Ihrer Trennung daran denken, die Paar-Ebene und Familien-Ebene auseinander zu halten, fällt es Ihnen leichter den Schmerz zu verkraften und die Trennung zu bewältigen. Als Familie bleiben Sie immer Familie. Ihre Kinder sind Ihre Kinder und bleiben es auch.

Wenn Sie darauf achten Ihren Ex-Partner nicht negativ zu bewerten, nicht "schlecht zu machen", auch wenn Sie den Impuls dazu verspüren, sind sie auf einem guten Weg mit der Trennung gut leben zu können und eine positive und lebendige Beziehung zu Ihren Kindern zu halten. 

http://www.corinna-cremer-mediation.de/trennung-und-scheidung

5 wertvolle Tipps für ein Weihnachten ohne Spannungen und Streit

Gepostet am 5. November 2018 um 5:40 Comments Kommentare (0)

1. Wenn Sie Freunde oder entfernte Verwandte einladen wollen, sprechen Sie dies vorher mit Ihrer Familie /Ihren Partnern ab.
2. Besprechen Sie vorab Ihre genauen Wünsche zum Ablauf, Essen und Deko (wer macht was)
3. Spielen Sie Kindern keine heile Welt vor. Wenn Sie getrennt sind und wissen, das es zum Streit kommen kann, feiern Sie lieber getrennt.
4. Vermeiden Sie Themen wie: Geld, Politik, Arbeit, unterschiedliche Lebensstile und persönliche Fragen zum Beispiel danach, wann denn nun     endlich Kinder oder Enkelkinder geplant seien.
5. Begegnen Sie sich stattdessen lieber mit Aufrichtigkeit und Wertschätzung. Machen Sie sich Komplimente. Genießen Sie Ihr Beisammensein. 

Erziehung ist zwecklos! Kinder machen uns sowieso alles nach!

Gepostet am 3. Oktober 2018 um 4:30 Comments Kommentare (0)

"Erziehung ist zwecklos! Kinder machen uns sowieso alles nach!"
Sagte Karl Valentin schon Anfang des letzten Jahrhunderts. Nun haben wir den wissenschaftlichen Beweis. Der Mensch lernt 95% durch Nachmachen. So ist unser Gehirn aufgebaut. Wenn Kinder rauchen und trinken, sich schlecht ernähren und stundenlang mit dem Handy beschäftigen, haben sie dafür Vorbilder. Wenn Kinder über andere schlecht reden und Meinungen ungeprüft übernehmen, haben sie dafür Vorbilder. Wenn Kinder andere mobben und schlagen, haben sie dafür Vorbilder. 
Was wie eine schlechte Nachricht klingt, ist eigentlich eine gute. Wir brauchen gar nicht ständig erziehen, lehren und unsere Kinder zu etwas bewegen, das sie gar nicht wollen. Wir brauchen uns selbst nur anständig zu verhalten. Kinder machen uns doch sowieso alles nach.

Warum streiten Menschen?

Gepostet am 31. Januar 2017 um 5:45 Comments Kommentare (0)

Warum streiten Menschen?   Menschen streiten in der Regel, weil sie sich nicht wirklich zuhören. Oftmals glauben wir schon zu wissen, was unser Gegenüber sagen will und antworten dann auf unsere eigenen Gedanken. So geht es ein paar Mal hin und her und am Ende wird sich ohne triftigen Grund gestritten. So sind schon Beziehungen gescheitert, Freundschaften zerbrochen und Firmen zu Grunde gegangen. Das kannst du tun: Höre deinem Gesprächspartner aufmerksam zu (auch wenn es schwer fällt) und vergewissere dich das Gesagte so verstanden zu haben, wie es gemeint war. Antworte erst dann. Es geht nicht um Schnelligkeit oder Lautstärke bei deiner Antwort. http://www.corinna-cremer-mediation.de/f-nf-folgenschwere-fehler

Was Kinder lernen sollten

Gepostet am 26. Juli 2015 um 9:40 Comments Kommentare (0)

Bring deinen Kindern nicht bei reich zu sein. Bring ihnen bei glücklich zu sein! So, dass wenn sie erwachsen sind, sie den Wert der Dinge schätzen nicht ihren Preis!

 

Kinder, die mit Kritik leben lernen zu verurteilen.

Gepostet am 20. Juli 2015 um 11:35 Comments Kommentare (0)

Kinder sind wie Schwämme. Sie saugen alles, was wir tun oder sagen, in sich auf. Sie lernen ständig von uns, unabhängig davon, ob wir ihnen etwas bewusst oder unbewusst vermitteln. Kritisieren wir sie oder andere zu sehr, hinterlassen wir ihnen eine negative Einschätzung der Umwelt und ihrer Person. Dies kann dazu führen, das sie eher das Schlechte als das Positive auf der Welt erkennen.

Kritik kann auf verschiedenste Art ausgeübt werden: mit Worten, durch die Stimmlage, durch das Verhalten oder die Mimik. Wir wissen genau, wie man seinen Worten einen abschätzigen Blick oder eine kritische Note beifügt. Besonders kleine Kinder sind sehr empfindsam für den Ton, in dem man mit ihnen spricht.

Wenn ein Vater oder eine Mutter sagt, es ist Zeit zu gehen, kann einfach genau dies damit gemeint sein. Ein anderer, selbst gehetzt und ungeduldig, gebraucht die selben Worte - aber was sie sagen ist dies: "Es ist schlecht von dir, dass du so lange brauchst." Beides mag die gewünschte Wirkung nicht erzielen. Aber die zweite Art kann dazu führen, dass sich das Kind schlecht fühlt.

Natürlich haben wir alle unsere Schwächen und kritisieren hin und wieder, auch in Gegenwart unserer Kinder. Eltern sollten aber darauf achten, dass dies nicht zur Gewohnheit wird, da es das Familienleben negativ beeinflusst. Eltern haben die Wahl, eine Atmosphäre zu schaffen, in der Kritik und Verurteilung vorherrschen oder aber ein positives Umfeld, das unterstützend und ermutigend wirkt.

 

aus: "Heute schon dein Kind gelobt? von D. Law Nolte und R. Harris mehr dazu hier